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Richtig Pflegen

Fachgerecht gepflegte Bäume leben länger. Hochstämme sollen sehr alt werden und brauchen dafür ein stabiles naturgemäßes Kronengerüst, das auch ein gute Ernte ermöglicht. Das Wissen über erfolgreichen Baumschnitt ging mit dem Verlust an Hochstämmen verloren. Gleichzeitig erlebt es in den letzten Jahrzehnten eine neue Entwicklung. Selbstverständlich braucht auch ein alter Baum eine andere Pflege als ein junger oder als ein Halbstamm.

Der Baum, den wir heute pflanzen, wird hoffentlich ein langes Leben von vielleicht 80 oder 100 Jahren haben und sollte daher gut darauf vorbereitet werden. Diese Langlebigkeit relativiert den Aufwand für Auswahl, Vorbereitung und Pflanzung.

Während Neuanpflanzungen regelmäßige Erziehungsschnitte mit starkem Wachstum und dementsprechend späteren guten Ertrag belohnen, reagieren Altbäume wesentlich sensibler auf kräftiges Schneiden. Der Baum folgt einem inneren Programm und stellt immer wieder ein Gleichgewicht zwischen Wurzel und Krone und seiner Stoffwechselprozesse her. Wir können diese Funktionen nicht unterbinden oder dirigieren, wohl aber erkennen und beeinflussen. 

Stellvertretend für viele Pflegeanleitungen sei hier auf eine Pflegeanleitung aus Rheinland-Pfalz hingewiesen. Dabei folgen die heutigen Anleitungen meist dem sog. Öschberg-Schnitt verbunden mit einem "naturgemäßen Kronenaufbau". Die Schnitthinweise des Bundesarbeitskreises Streuobst beim NABU sind von einem erfahrenen Baumpfleger zusammengestellt. Auf den Seiten des Pomologen-Vereins wird entsprechende Literatur angeboten: Literatur zur Baumpflege

Die wiederholte Nutzung von entsprechenden Kursangeboten zum fachgerechten Baumschnitt von Hochstämmen ist der sicherste Weg des Erlernens. Sehr empfehlenswert ist es, die Hilfe eines erfahrenen Baumpflegers (für Obstbäume) zu suchen.

Wegweiser

Fortbildungsangebote der AG Obstgehölzpflege (Pomologen-Verein)

Angebote des Pomologen-Vereins, Landesgruppe M-V

Obstmanufaktur Niederkaufungen

Kursangebot Baumschnitt Rüdiger Brandt

Kursangebot Baumschnitt Schloss Tonndorf

Wiesen- und Weidepflege

Streuobstbestände müssen gemäht oder beweidet werden, damit eine Ernte möglich ist. Vergrasung beeinträchtigt zudem den Baumwuchs bei Neupflanzungen und entzieht Nährstoffe.

Wegweiser

Unternutzung von Streuobstwiesen BUND Niedersachsen

Unternutzung von Streuobstwiesen (Kostenfaktor oder Chance)

 

 

Streuobstnetzwerk MV • Garten der Metropolen

Homepage gefördert durch: Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Nachhaltigkeit (NUE) aus Erträgen der BINGO! Umweltlotterie